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Entscheidungshilfen

Welche Maschine kauft man? Meist stellt man sich diese Frage mehr als einmal, denn viele haben die Idee 500 Euro in die Hand zu nehmen und eine vernünftige Espressomaschine zu kaufen. Hat man sich beispielsweise im Kaffeenetz umgesehen und sich etwas eingelesen, stellt man schon bald fest, dass man nun bei 1500 Eur landen wird – und zur 2000er Marke ist es auch nicht mehr weit. Spätestens dann fragt man sich ein 2. Mal, was man wirklich braucht.

Um es vorweg zu nehmen: Nahezu alle Besitzer eines Siebträgers sind mit ihrer Entscheidung zufrieden. Das trifft auf den zu, der ’nur‘ ein paar 100 Eur investiert hat, als auch auf den, der gleich mit 2000 Euro eingestiegen ist. Das liegt vor allem daran, dass alle Maschinen im Kern genau aus den gleichen Komponenten bestehen: Kessel und Pumpe. Das (plus einige Teile mehr) lassen die Erstellung eines amtlichen Espressos gelingen.

Die grundsätzliche Frage, die zu klären ist, ist welches System man bevorzugt. Ganz stark heruntergebrochen gibt es 3 Systeme. Und es geht nur um die Frage, ob ein System die nötige Temperaturstabilität beim Bezug erbringen kann (weil nämlich sonst der Espresso nicht wie Espresso schmeckt).

 

Systeme

Einkreissystem

Ein Einkreiser hat einen Kessel, der zum Dampfbezug hochgeheizt wird. Zum Espressobezug muss er wieder abgekühlt werden.

Zweikreissystem

Ein Zweikreiser besitzt auch einen Kessel, durch den aber ein Rohr geführt ist: der sog. Wärmetauscher (auch HX genannt). Der Kessel steht unter einem hohen Druck und wird zum Bezug von Dampf genutzt (und heissem Wasser für zum Beispiel Tee). Beim Espressobezug wird kaltes Wasser in den Wärmetauscher gepumpt und das Rohr(system) ist so ausgelegt, dass das Wasser beim Durchfluss so erwärmt wird, dass es mit Espresso-Temperatur (ca. 88-95°) an der Brühgruppe ankommt.

Dualboiler

Ein Dualboiler hat zwei Boiler und ist im Prinzip ein doppelter Einkreiser. Ein Kessel für den Espressobezug und ein Kessel für den Dampfbezug.

Eigentlich könnte man Handhebelmachinen und Thermoblockmaschinen als eigenständige Systeme betrachten. Aber im Großen und Ganzen gehören sie zu den genannten Kategorien.

Alle 3 Systeme haben ihre Berechtigung und es gibt da kein echtes ‚Besser‘. Es hängt vom Einsatzzweck und dem persönlichen Empfinden ab. Kurz zusammengefasst:

1.)

Für einen Einkreiser kann man sich entscheiden wenn man viel oder ausschließlich Espresso trinkt. An seine Grenzen kommt das System, wenn öfters und viel Milch aufgeschäumt werden soll. Für reine Espressotrinker und einen gelegentlichen Cappuccino kann so eine Maschine das ideale System sein, da es günstiger in der Herstellung ist und genau das tut, was es soll. Über einen PID-Regler kann man einen Einkreiser sogar sehr genau steuern. 

2.)

Wird viel Milch aufgeschäumt, dann wäre die Wahl eines Zweikreisers sinnvoll. Es entfällt das etwas lästige Herauf- und Herunterheizen um man bekommt ein sehr stabiles System, mit dem zweifelsfrei ein Espresso nach dem anderen gelingt.

3.)

Wer jedoch Perfektion in absoluter technischer Vollendung liebt und wissen möchte, das er das maximal technisch (nicht zwangsläufig geschmacklich) Machbare in seiner Küche zu stehen hat, sollte über einen Dualboiler nachdenken. Beide Kessel können getrennt geregelt werden.

 

Hat man sich für ein System entschieden, kann man eigentlich nach dem persönlichen Gefühl gehen. Sehr viele Maschinen sind gut und halten sehr lange.

Wir bieten mit der Xenia keinen Einkreiser an. Meist ist es doch so, dass sehr bald die nähere Verwandt- und Bekanntschaft die Maschine und ihre Möglichkeiten entdeckt. Und die Cappuccino-Trinker scheinen in der Mehrzahl zu sein. Deswegen ist ein 2-Kreiser in unseren Augen meist die bessere Wahl, bei vertretbaren Mehrkosten. Bereits die Basisversion der Xenia bietet alles was man braucht, um immer guten Espresso und Cappuccino zubereiten zu können (vorausgesetzt Bohnen, Mahlgrad und Menge stimmen). 

Wir empfehlen deswegen mit einer Zweikreis-Version als Vernunftentscheidung zu beginnen. Sollte das dann doch den Ansprüchen nicht genügen, kann man immer noch aufrüsten. Unsere Erfahrung ist jedoch: meistens ist ein solider und einfach aufgebauter Zweikreiser genau das, was sich viele wünschen. Mit der Xenia kann man das risikolos ausprobieren.