Konzeptionsübersicht

Effektiver Wärmetauscher

2-Kreis-Espressomaschinen haben den kleinen Nachteil, dass der Wärmetauscher (HX) in ständigem Kontakt mit dem heissen Kesselwasser ist und stets mit Wasser gefüllt ist. Wärmetauscher können bei gängigen Maschinen durchaus ein Volumen von bis zu 400 ml Wasser haben. Damit beginnt ein Bezug immer mit zu heissem Wasser (und ggf. auch Wasser von der letzten Verwendung der Maschine). Unter anderem deswegen wird oft in Internetforen ein Coolingflush vor einem Bezug empfohlen, der das zu heisse Wasser weitestgehend entfernt.

Ein weiterer Nachteil ist, dass bei der hohen Temperatur besonders viel Kalk aus dem stehenden Wasser ausfällt (wenn man kalkhaltiges Wasser hat) und den Wärmetauscher nach und nach zusetzt.

Mit einer Änderung im Aufbau ist dieses Problem jedoch vermeidbar. Dazu wird das ableitende 3-Wege-Ventil nicht nach dem Wärmetauscher auf dem Weg zur Brühgruppe eingebaut, sondern unter den Kessel. Deswegen kann der Wärmetauscher als schlankes Rohr von oben nach unten durch den Kessel geführt werden.

Nach dem Kaffee-Bezug öffnet das 3-Wege-Ventil und alles Wasser läuft aus der Brühgruppe und dem Wärmetauscher aus der Maschine.

Die Vorteile sind:

  • Es gibt kein Wasser im Wärmetauscher, das überhitzt. Beginnt ein Bezug, dann wird ausschließlich das ca. 20° warme Wasser aus dem Tank über den Wärmetauscher in die Brühgruppe gepumpt und immer gleichmäßig über den gesamten Bezug erhitzt.
  • Es fällt aus dem stehenden Wasser kein Kalk aus, der den Wärmetauscher nach und nach verkalken kann.
  • Der Wärmetauscher kann sehr dünn sein und damit sehr gleichmäßig alles durchfliessende Wasser aufheizen.
  • Es ist immer frisches Wasser, dass bezogen wird (und nicht Wasser vom Vortag aus einem einige 100ml großen konventionellen Wärmetauscher).
  • Der Weg nach dem Wärmetauscher zur Brühgruppe (BG) ist extrem kurz, weil kein 3-Wege-Ventil mehr nach dem HX verbaut werden muss. Dadurch kühlt das Wasser nicht mehr ab. Und es wird kein Raum rechts neben dem Kessel für die Installation der 3-Wege-Ventiles verschwendet, der zukünftig gut für einen 2. Brühkessel verwendet werden könnte.

 

Konfiguration + Upgrades

Hat man sich zum Kauf eines kleinen Maschinenparks entschieden (Espressomaschine & Mühle), dann gibt es in der Regel auch Wünsche, was die Ausstattung und das Design angeht. Über den Konfigurator dieser Webseite kann man seine Maschine in verschiedenen Punkten sehr gut an seine Wünsche und Gegebenheiten anpassen. Das fängt bei den Zifferblättern der Manometer und der Farbe der Signalleuchten an, geht über die Wählbarkeit der Farbe der Blenden und endet bei der Elektronik. Die Entwicklung und Produktion wurde auf die Individualisierung der Maschinen zugeschnitten und so bauen wir alle Maschinen einzeln nach Wunsch.
Im Laufe der Zeit wurden und werden die Optionen kontinuierlich erweitert und sind in der Mehrzahl auch auf schon gebaute und ausgelieferte Maschinen anwendbar.

Bei Kauf von so teuren Maschinen, stellt sich auch immer die Frage, wie viel Geld man wirklich investieren muss. Man möchte nicht zu viel Geld ausgeben, jedoch auch nicht so wenig investieren, dass man nach kurzer Zeit erneut kaufen müsste.
Bei Entwicklung der Xenia wurde die Antwort auf diese Frage zu einem zentralen Punkt gemacht. Man kann die Maschine in einer soliden Basis-Version beziehen und so erst einmal schauen, ob die Möglichkeiten der Maschine nicht schon mehr als nur ausreichend sind. Für die meisten Anwender wird das zutreffen.

Wer aber dennoch Lust nach ‚mehr‘ hat, kann die Maschine einsenden und wir rüsten sie zum Differenzpreis nach – so als ob die Maschine damals gleich so gebaut wurde.

Konfigurator

 

Thermische Stabilität

Die Wärmebrücke ist ein ganz zentraler Teil im Gesamtkonzept der Xenia. Sie wird aus Kupfer (Cu-ETP) gefertigt und verbindet und hält Brühgruppe und Kessel.

Die Brühgruppe wird so thermisch mit dem Kessel synchronisiert und profitiert von der sehr gleichmäßigen Wärmeentwicklung des Kessels und so ist die Temperaturentwicklung auch in kurzen Abständen recht gleichmäßig. Genau genommen ist die Kupfer-Wärmebrücke ein wichtiger Grund für die gute Temperaturstabilität.

rote Linie = Temperatur in der Brühgruppe direkt an der Stelle, wo das Wasser nach unten in das Duschsieb fliesst.
blaue Linie = Brühtemperatur mit einem Scace-Messeinsatz gemessen.

Sinnvolle Details

Für eine moderne Espressomaschine für den Haushalt geht es um mehr, als Zubereitung eines guten Espressos oder Cappuccinos. Sie muss sich in der Regel in noch mehreren Punkten als die ideale Wahl beweisen.

Platzbedarf

Mit eine Breite von 27 cm und einer Höhe von knapp 40 cm (mit Reling) nimmt die Maschine vergleichsweise wenig Raum in einer Küche ein. Man muss zum Platzbedarf noch die Mühle hinzurechnen (18 cm breit und 40 cm hoch) – so dass beide zusammen mit einer Arbeitsfläche von 50 x 60 noch Platz haben – zum Beispiel auf dem kleinen Servierwagen Bekväm von Ikea.

Zu der unauffälligen Größe passen auch die wählbaren dezenten Farben und die schlichte und elegante Form der Maschine mit wenig ausladenden Armaturen.

Tankeinschub für Küchen mit Hängeschränken

Vielfach wird so eine Maschine in der Küche unter Hängeschränken stehen und dann gelingt es aufgrund des fehlenden Freiraums nicht mehr, den Tank von oben zu befüllen. Das Herausziehen und Zurückschieben einer 25 Kilo schweren Maschine ist ebenfalls keine sehr praktikable Lösung, denn dazu braucht man viel Kraft. Deswegen kann man die Xenia wahlweise mit einem Tankeinschub bestellen, der es erlaubt den Tank nach rechts oder links aus der Maschine zu ziehen um ihn separat und einfach zu befüllen.

Reinigungsfreundliche Oberflächen

In der Regel werden Espressomaschinen mit spiegelnden Oberflächen gebaut. Auch die Xenia wird standardmäßig mit spiegelndem Blenden aus Edelstahl (sog. IIID-Material) ausgeliefert. Jedoch hat man die Möglichkeit, die Maschine mit verschiedenen farbigen Beschichtungen zu bestellen, die eine leicht raue & matte Oberfläche haben, auf der man praktische keine Fingerabdrücke o.ä. sieht. Diese Versionen sind im Konfigurator mit dem Begriff ‚eloxal‘ versehen, da sie ähnlich wie eloxiertes Aluminium aussehen. Es sind jedoch Edelstahlblenden.

Anschluss an das Wassernetz

Die Maschine kann ohne große Kosten aus Komfortgründen an das Wassernetz angeschlossen werden. Trotzdem kann ohne Umbau der Maschine über ein Ventil auf Tankbetrieb umgeschaltet werden. Eine Besonderheit ist auch, dass man bei der Xenia dazu nicht zwingend eine teure Rotationspumpe einbauen muss. Das geht bei der Xenia auch über die recht leisen Vibrationspumpen.

Praktische Bedienung

Die Bedienung einer Siebträgermaschine ist an sich schon relativ einfach. Der Aufbau der Maschine ist klar gegliedert und wenn die Mühle korrekt eingestellt ist, muss man nur noch das Kaffeemehl mit mittlerem Druck andrücken, den Filterhalter in die Maschine einspannen und dann den Bezugshebel umlegen. Damit die einzelnen Schritte auch leicht von der Hand gehen, ist die Brühgruppe so konstruiert, dass sich der Filterhalter mit recht wenig Kraft eindrehen lässt – ohne dass sich dabei die Maschine verschiebt oder verwindet. Und der Bezug endet auf Wunsch nach 30 Sekunden so dass die Ergebnisse auch leicht reproduzierbar sein können.

Pflege & Hygiene & Wartung

Da sich das Geschehen im Wesentlichen an (und nicht: in) der Maschine abspielt, ist Pflege der Maschine recht einfach. Die spiegelnden Blenden können mit Wasser und einem Tuch gereinigt werden. Ab und zu muss die Maschine in einer recht einfachen Prozedur mit Kaffeefettlöser rückgespült werden und die Dampflanze sollte nach dem Aufschäumen abgewischt werden. Wenn Wasser einen geringem Kalkgehalt hat oder man einfache Entkalker (wie von Britta) nutzt, dann wird die Maschine sehr viel Jahre wartungsfrei ihren Dienst tun und man muss nur gelegentlich die Dichtung in der Gruppe wechseln (alle 1-2 Jahre). Die Dichtung ist ein handelsübliche Dichtung für E61-Maschinen.

Schnelle Betriebsbereitschaft

Für Espressomaschinen gibt es eine Reihe von guten Brühgruppen/Konzepten. Am bekanntesten ist die E61 Brühgruppe. Da die E61 jedoch nicht so steuerbar ist, wie wir uns das wünschen, haben wir ein etwas anderes Konzept bevorzugt.

Die Idee der E61 die Wärme des Kessels zu nutzen ist bei unserer Brühgruppe aber geblieben. Das Medium ist dabei nicht Wasser, sondern solides 6 mm starkes Kupfer. Damit ergibt sich auch ein weiterer Vorteil, der je nach Wohnort zum Tragen kommt: die Brühgruppe kann in diesem Bereich nicht verkalken. Und sie ist nicht so wuchtig, wodurch die ganze Maschine schlanker wirkt und leichter wird.

Neben der Kupferbrücke, die vor allem für hohe thermische Konstanz sorgt, kann die Brühgruppe der Maschine zusätzlich über 2 Heizpatronen beheizt werden. Heizpatronen haben den Vorteil, dass sie den Körper der Brühgruppe sehr schnell auf die gewünschte Temperatur bringen. Im Laufe der Zeit übernimmt dann die Kupferbrücke das ‚Halten auf Temperatur‘ und die Heizpatronen werden nur bei Bedarf aktiviert.

Mit 2 x 100 Watt erreicht die Brühgruppe der Maschine etwa nach ~12 Minuten die gewünschte Temperatur.

Die Heizpatronen gibt es wahlweise mit 150 Watt (reduziert die Aufheizzeit um weitere 3 Minuten).

Sie sind so ausgeführt, dass sie sich (analog zur Wärmebrücke) fast über die ganz Länge erstrecken (70mm) und so eine gleichmäßige Erwärmung gewährleisten. Gesteuert werden sie wahlweise über ein bei vielen Maschinen übliches Einschraubthermostat oder der Prozessor der erweiteren Platine.

Eine weitere Besonderheit der Brühgruppe ist hier beschrieben: Brühgruppe

Made in Germany

Die Xenia wurde in Deutschland konstruiert und wird auch hier in Brandenburg gebaut. Entgegen dem Trend die Produktion in Billiglohnländer auszulagern, möchten wir die Kontrolle über die Produktion vollständig behalten. Ein weiterer Grund für den Produktionsstandort Deutschland ist die Konfigurierbarkeit der Maschine, die mit einer Massenproduktion im Ausland nicht ausreichend gut realisierbar ist.

Einige Teile der Maschine sind Produkte deutscher Unternehmen – wie zum Beispiel die Brühgruppe, der Tank oder die Signalleuchten.

Unsere Zulieferer sind jedoch nicht nur in Deutschland angesiedelt. Relativ viele Partner sind in Norditalien ansässig – insbesondere die, die Metallteile nach unseren Vorgaben fertigen.

Einige Partner kommen aus der Schweiz (Hydraulik und Teile der Elektrik). Ausserhalb von Europa gibt es in Armenien ein auf hochwertige Thermostate spezialisiertes Unternehmen und die Elektronik wird von einem zuverlässigen Partner in China gefertigt.

Wir haben einen guten Mix an zuverlässigen Partnern und haben bei der Auswahl mehr auf die Qualifikation und Kooperationsbereitschaft als auf Nationalität und Preis geachtet.

Dauerhaftigkeit

Die Maschine bringt von Hause aus eine sehr solide und schwere Qualität mit. Kern ist ein in jeder Richtung verstärktes und verwindungsfreies Chassis aus 2mm Edelstahlblechen. Die Blenden sind aus hochwertig veredelten Edelstahlblechen gefertigt. Der Kessel wird aus Edelstahl, die Brühgruppe wird aus verchromtem Messing hergestellt und die Wärmebrücke besteht aus einer massiven Kupferplatte. Die ganze Maschine besteht im Prinzip nur aus Materialien, die sich praktisch nicht abnutzen.

Die elektrischen und elektronischen Komponenten sind sehr robust und werden ggf. durch zusätzliche Maßnahmen gegen die Wärme geschützt, was ihre Langlebigkeit noch erhöht.

In Verbindung mit den leicht verfügbaren Standardbauteilen kann die Maschine viele Jahre/Jahrzehnte ihren Dienst tun.

Sollte nach Jahren doch einmal ein Teil defekt sein, kann man darauf vertrauen, dass es Standardbauteile sind, die zu überschaubaren Kosten zu ersetzen sind. Für viele Teile (wie die Magnetventile) gibt es sogar sehr viele alternative Hersteller. Aufgrund des Aufbaus der Maschine bedarf es auch keiner Spezialwerkzeuge oder besonderer Anleitungen, um Teile zu tauschen.

Der Wert der Maschine kann ohne weiteres über sehr viele Jahre erhalten werden, und entscheidet man sich eines Tages doch zum Verkauf, kann man darauf vertrauen, dass die Maschine aufgrund dieser Eigenschaften einen guten Preis erzielen und viele potentieller Käufer finden wird.

Im Detail als Liste

  • 2-Kreis-Maschine (Basisversion)
  • Aufrüstung zum Dualboiler (noch in Entwicklung/Planung)
  • Aufrüstung zur DUAL-PID-Version (noch in Entwicklung/Planung)
  • Steuerung durch eine arduinobasierte Steuereinheit mit 32bit-Prozessor
  • Verwendung von Standardbauteilen (in der Mehrzahl aus Italien)
  • präzise Fertigung der Metallteile
  • Entwurf und Montage in Deutschland
  • Wärmetauscher ohne stehendes (überhitzendes) Wasser
  • aktiv beheizte Brühgruppe durch Heizpatronen für schnelle Betriebsbereitschaft
  • passive Brühgruppenheizung über eine Wärmebrücke aus Kupfer
  • verschiedene Farben Symbole & Schriftzug Logo wählbar
  • verschiedene Materialien für Griffe (Kunststoff, Olivenholz, Metall/Softtouch)
  • solider Edelstahlkessel
  • Optional eine zusätzliche Kesselisolierung aus einer Edelstahlummantelung und Dämmstoff
  • berührungslose Wasserstandsmessung über einen kapazitiven Sensor
  • lebensmittelechter Tank aus hochtransparentem Makrolon
  • stabiles und nahezu verwindungsfreies Grundgerüst aus 2mm Edelstahlplatten, unterstützt durch nach hinten verlaufende Winkelstreben
  • Verkleidung durch verschiedene Edelstahlblenden (zum Beispiel: Edelstahl spiegelnd, schwarz-eloxal, rot-eloxal,….)
  • Tankentnahme nach oben und (wahlweise) zu Seite
  • wahlweise Drehventile für Wasser und Dampf oder Kipphebelventile (gegen Aufpreis)
  • hochwertige Kipphebel-Schalter und Signalleuchten
  • relativ kleine Abmessung bei kleiner Standfläche
  • optionaler Anschluß an das Wassernetz